Turnverein

Glärnisch-Hütte im Schnee

Der TV Netstal und die grosse Jugi ging gemeinsam auf die Turnfahrt.

Am Samstagmorgen trafen sich auf dem Bahnhof Netstal 9 Knaben und 12 Turner zur gemeinsamen Turnfahrt hinauf zur Glärnisch-Hütte. Mit dem Zug nach Glarus und von dort mit dem Postauto ins Klöntal waren die ersten Etappenziele. Wir waren nicht die einzigen die ins Klöntal wollten, der Bus war voll mit verschiedenster Gattung von Menschen. Beim Restaurant Plätz machten wir uns für das erste Teilstück bis zum Mittagessen auf Käseren bereit und marschierten los. Die verschiedenen Marschtempos bildeten schnell einmal kleinere Gruppen. Das Wetter sorgte für angenehme Bedingungen so erreichten alle das nächste Etappenziel. Beim Restaurant Käseren Verpflegten wir uns aus dem Rucksack und schauten besorgt zum Himmel, weil plötzlich Wassertropfen zu spüren waren. Er hatte aber ein Einsehen mit uns und lies es bei einer kleinen Warnung über die Wetterlagen bleiben. Frisch gestärkt nahmen wir die nächsten Höhenmeter unter unsere Füsse und machten uns auf in Richtung Wärben und Glärnisch-Hütte. Über Strassen und Wiesen, entlang von Weiden und Felsbänder, mit Hilfen von sichernden Ketten und etlichen Schweisstropfen erreichte auch das Schlussdetachement 40 Minuten nach der Spitze die Glärnisch-Hütte. Die Füsse entlasten, die Abendsonne geniessen, ein Gruppenfoto machen, Flüssignahrung aufnehmen und sich entspannen war jetzt angesagt. Kurz vor dem Nachtessen hatten wir dann noch unsere Zimmer bezogen, ein Zimmer für den TV ein Zimmer für die Jugi, war eine gute Lösung.
Nach dem feinen Nachtessen von Martina und René (Gerstensuppe, „Ghackets und Höreli“ sowie Apfelmus) sassen wir noch eine Weile zusammen und genossen die Gemütlichkeit, bewegten die Jasskarten oder stärkten unsere Armmuskulatur mit Gläser und Flaschen verschiedenen Inhaltes. Um 23 Uhr war dann auch für den TV Bettruhe angesagt und nach einem Präsidialen Engagement war es dann sogar im TV-Zimmer ruhig, ausser die vielen Waldarbeiter, welche die ganze Nacht hindurch arbeiteten.
Als wir zu Bett gingen konnte man noch den Sternenhimmel geniessen, am frühen Morgen, um 07:30 Uhr begrüsste uns dann eine nasskalte Umgebung. Es Regnete und die Temperaturen waren merklich gesunken, somit war auch das Sonntagsprogramm gebucht. Frühstücken, packen, zurück ins Tal. Keine 10 Minuten später war es draussen vor der Hütte bereits weiss, so schnell kann es in dieser Höhe gehen bei einem Wetterwechsel. Mit dem nötigen Respekt machten wir uns frisch gestärkt an den Abstieg, welcher zeitweise recht rutschig war. Wir mussten beinahe 250 Höhenmeter überwinden bis wir aus dem Schnee kamen. Langsam aber sicher näherten wir uns Wärben und erreichten Käseren. Eine kurze Trinkpause und schon ging es weiter in tiefere Talgebiete. Der Regen wurde auch immer schwächer und machte das Marschieren angenehmer. Nach gut 2 ½ Stunden war wieder die gesamte Turnschar vereint in der warmen Gaststube im Restaurant Plätz. Die Jugeler waren bereits fleissig am Jassen und zeigten keine Spur von Müdigkeit. Die grossen Portionen „Schnipo“ aus der bekannten Cordonbleu Küche (es gab leider keine) wurden weggeputzt, wie wenn sie seit  zwei Tagen nichts mehr zu Essen bekommen hätten. Die spontane Programmänderung, dass wir zur Zeitüberbrückung, bis unser Postauto kommt, noch eine Wanderung dem See entlang bis zum Rodannenberg machen, hatte keine Jubelschrei ausgelöst. Die grossen Portionen vom Mittagessen konnten so jedoch bereits ein wenig reduziert werden und niemand brauchte ein schlechtes Gewissen zu haben. Wir waren nochmals viel zu früh, so dass sich noch ein Besuch im Restaurant Rodannenberg aufdrängte. Der Jugi wurde ein Getränk spendiert und wir genehmigten uns ein kleines Vermicelles zu einem kurzen Jass, durch einen Fehler in der Küche hatten wir dann jedoch plötzlich grosse Portionen auf dem Tisch. Sie waren so fein, dass auch diese Teller leer retour gegeben werden konnten. Mit Buss und Bahn erreichten wir dann am frühen, unbeschadet und um einige Eindrücke reicher, den Bahnhof Netstal, wo wir uns voneinander verabschiedeten.
Vielen Dank an alle die etwas zur Organisation beigetragen und bei der Betreuung der Jugeler mitgeholfen haben.

=> Fotos

Peter Läuchli, TV Netstal

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01 1970